Archive for the ‘Web’ Category

Webseiten im Internet Explorer 6 testen – Teil 2

Mittwoch, August 26th, 2009

Heute testete ich eine weitere Möglichkeit, welche im ersten Moment recht komplex erscheint, letztlich aber einfach einzurichten ist.

Die Rede ist von ies4osx in Kombination mit X11 sowie Darwine.

Da X11 von Apple nur stiefmütterlich gepflegt wird (Version 2.1.6 vs. Version 2.4.0) und auch das offizielle Darwine der aktuellen Wine-Entwicklung etwas hinterherhinkt (Version 0.9.27 vs. Version 1.0.1), empfielt es sich, folgende Quellen zu benutzen:

1. Beim XQuartz Projekt erhalten wir X11:

X11-2.4.0.dmg (69,9 MB)

X11

2. Auf der Webseite von Mike Kronenberg finden wir eine vorkompilierte aktuelle Version von Darwine (inkl. Freetype und TRiX):

Darwine-x86-1.0.1.dmg (27,2 MB)

Darwine

Sind X11 und Darwine installiert, ist es an der Zeit, sich ies4osx zu installieren: ies4osx-3_0_1.zip (581 KB)

ies4osx

Der Installer ist im Prinzip selbsterklärend.

ies4osx_installer

Auf dem Schreibtisch findet sich nun der Internet Explorer 6, welcher in X11 startet.

Internet_Explorer_6_X11_small

Das Rendering der Seiten entspricht leider nicht zu 100% dem, was man im Internet Explorer 6 unter einem “echten” Windows zu sehen bekommt. Für einen kurzen Test und die Vermeidung der gröbsten Schnitzer bei der HTML- und CSS-Entwicklung ist es aber sicher ausreichend.

Als wirklich problematisch erweist sich die Einbindung des Internet Explorer 7. Hier hat man nicht nur mit Rendering-Problemen zu kämpfen, sondern mit ungewöhnlich hoher CPU-Last bis hin zu Abstürzen.

Für einen sauberen und zuverlässigen Test sind meiner Erfahrung nach VMware Fusion + Windows XP + Multiple IE das beste Gespann.

Webseiten im Internet Explorer 6 testen

Montag, August 24th, 2009

Leider sind Webentwickler bei bestimmten Projekten nach wie vor darauf angewiesen, Ihre Seiten auch unter dem veralteten Microsoft Internet Explorer 6 zu testen. Da die Entwicklung des Internet Explorer für Mac OS X schon mit der Version 5.1.7 eingestellt wurde, kommt man in diesem Fall nicht um Windows herum. Seit in den Apple-Rechnern intel-Prozessoren arbeiten, lässt sich das Betriebssystem aus dem Hause Microsoft jedoch in annehmbarer Geschwindigkeit nutzen (VirtualPC wie auch GuestPC auf PPC-Macs waren bzw. sind im praktischen Arbeitsalltag leider kaum zu gebrauchen).

Für “Windows auf dem Mac” bieten sich verschiedene Möglichkeiten an: Entweder richtet man sich mit Hilfe von Apples BootCamp eine Windows-Partition parallel zur Mac OS X Partition ein oder aber man nutzt eine Virtualisierungslösung wie z.B. VMware Fusion, Parallels Desktop oder VirtualBox von Sun. Das auf WINE basierende CrossOverX verzichtet komplett auf Windows, unterstützt den IE6 bisher aber nur unzureichend. Hier sorgen vor allem fehlende Windows-Schriften für diverse Rendering-Probleme.

Da eine Lösung per Bootcamp-Partition einen umständlichen Neustart in Windows erfordert und die beiden führenden Virtualisierungslösungen VMware Fusion und Parallels Desktop kommerzielle und damit kostenpflichtige Lösungen sind, werde ich mich in diesem Artikel auf das frei erhältliche VirtualBox konzentrieren. Mit einem bei Microsoft erhältlichen VirtualPC-Festplattenabbild lässt sich sogar die Anschaffung einer Windows-Lizenz vermeiden.

Sun_VirtualBox_small

Zuallererst läd man sich hier die Datei “IE6-XPSP3.exe” herunter:

Um die .exe-Datei extrahieren zu können, installieren wir uns das Kommandozeilentool RAR.

Aus dem extrahierten Archiv kopieren wir uns die beiden Kommandozeilenbefehle rar sowie unrar in unser bin-Verzeichnis (Administrator-Identifizierung erforderlich).

CLI rar & unrar

bin ist einer der vielen unsichtbaren Ordner von Mac OS X, wir erreichen diesen aber bequem über das Finder-Menü “Gehe zu/Gehe zum Ordner …”.

Gehe zum Ordner

Ein “unrar e” per Terminal und die Datei “IE6-XPSP3.exe” per drag’n'drop eingefügt entpackt uns nun die Datei (dies dauert ca. eine Minute).

unrar_e_dateipfad

In unserem Benutzerverzeichnis finden wir nun die Datei “XP SP3 with IE6 2009-Apr.vhd”, dies ist das von uns benötigte Festplattenabbild, welches erfreulicherweise automatisch von VirtualBox akzeptiert wird – Konvertierungsorgien, wie noch in älteren Versionen nötig, gehören somit der Vergangenheit an.

Beim Einbinden dieses Images in die VirtualBox läuft dennoch nicht alles so sauber ab wie bei den kommerziellen Mitbewerbern. U.a. muss man, auch wenn man die mitgelieferten “Gasterweiterungen” installiert hat, den Ethernettreiber manuell installieren. Diesen findet man glücklicherweise auf den Seiten von AMD:

http://www.amd.com/us-en/assets/content_type/utilities/V4.51.zip

Auch der freigegebene “Gemeinsame Ordner” wird leider nicht so komfortabel in die virtuelle Maschine integriert, wie man das vielleicht von VMware oder Parallels gewohnt ist.

Erst der manuelle Weg über “My Network Places”, “Add A Network Place”, “Choose Another Network Location”, “Browse”, “Entire Network” und schließlich “VirtualBox Shared Folders” führt hier zum Ziel.

Ist der “WinXP_SignedDriver” aber einmal installiert, kann man endlich auch den Internet Explorer 6 zum Testen der eigenen Webseiten nutzen.

IE6 Test Rendering

Die kleinen Ungereimtheiten enden hier aber noch nicht: Auch mit den USB-Treibern gibt es leider Probleme, so dass z.B. ein USB-Stick nicht eingebunden wird. Auch das von VirtualBox verlangte “Service Pack 3″-Image konnte diese Probleme nur teilweise beheben. Ja, selbst der Ton funktioniert hier bisher nicht aufgrund fehlender Audiotreiber.

Summa summarum ist VirtualBox eine interessante, weil komplett kostenfreie Variante, den Internet Explorer 6 unter Mac OS X für Testzwecke zu nutzen.

Die wenigsten Probleme und den besten Support hat man meiner Erfahrung nach bei VMware. 29,90 € berappen Schüler, Studenten, Lehrer und Dozenten, alle anderen zahlen 49,90 €. Eine 30-Tage-Demoversion ist ebenfalls verfügbar.

Bleibt lediglich abzuwarten, ob Microsoft erneut neue VPC-Images online stellt (so wie schon einmal im April 2009 geschehen), denn das aktuelle Image läuft Ende August 2009 ab.

Was mich interessiert: Wie testet Ihr Eure Webseiten auf IE6-Kompatibilität?

Webseiten inkl. PHP lokal unter Mac OS X testen

Freitag, Januar 16th, 2009

Dank des BSD- bzw. Unix-Unterbaus von Mac OS X ist im System nicht nur der bekannte Webserver Apache integriert, sondern auch PHP. Der Webserver lässt sich sehr einfach über die Systemeinstellungen (Sharing/Web-Sharing) aktivieren und ist dann u.a. über http://127.0.0.1/~BENUTZERNAME erreichbar (wobei BENUTZERNAME durch den Kurznamen des angemeldeten Benutzers ersetzt werden muss). Um auch PHP nutzen zu können, muss dieses jedoch erst manuell aktiviert werden. Dazu startet man das Terminal (zu finden in Programme/Dienstprogramme) und gibt dort folgende Zeile ein (mit Enter bestätigen):

cd /etc/apache2/

Mit dem Befehl:

ls

(ebenfalls gefolgt von einem Enter) kann man sich das Verzeichnis auflisten lassen, in dem man sich aktuell befindet.

Mit der folgenden Befehlszeile öffnet man die Konfigurationsdatei httpd.conf mit root-Rechten (sudo) im Editor Pico (die Eingabe des geforderten Passwortes wird nicht angezeigt, dies ist normal):

sudo pico httpd.conf

Mit der Tastenkombination ctrl+V blättert man nun so weit, bis die Zeile:

#LoadModule php5_module        libexec/apache2/libphp5.so

zu sehen ist.

Mit Hilfe der Pfeiltasten geht man jetzt zu besagter Zeile und löscht das Auskommentierungszeichen #, so dass folgende Zeile entsteht:

LoadModule php5_module        libexec/apache2/libphp5.so

Mit der Tastenkombination ctrl+O (gefolgt von Enter) speichert man die Datei, mit ctrl+X verlässt man den Editor und befinden sich wieder beim Eingabeprompt des Terminals. Den Terminalprozess kann man nun mit dem Befehl:

exit

beenden und das Programm schließen. Einmal den Web-Sharing Dienst beendet und wieder neu gestartet ist PHP ab sofort aktiviert.

Zum Testen werde ich in den kommenden Tagen eine Beispieldatei zur Verfügung stellen.

Gamma-Werte aus PNGs entfernen

Freitag, Januar 16th, 2009

GammaSlamma ist ein kleines praktisches Tool, um die Gammawerte aus PNG-Dateien zu entfernen. So lässt sich gewährleisten, dass die Farben in unterschiedlichen Browsern auf den verschiedensten Betriebssystemen gleich dargestellt werden. Leider führt der ursprüngliche Link nicht mehr zum Ziel, auch MacUpdate und VersionTracker helfen nicht weiter. Eine Anfrage beim Entwickler Shealan Forshaw blieb bisher unbeantwortet.

Ergänzung 1: Mit freundlicher Genehmigung von Shealan Forshaw kann GammaSlamma nun bei mir herunter geladen werden.

Alternativ kann man auch das Tool diegamma bemühen, welches, wie auch GammaSlamma, auf der OpenSource-Lösung pngcrush basiert. Etwas ärgerlich ist die offensichtlich zwingend notwendige Eingabe des Administrator-Passwortes bei Programmstart – dies sollte bei einem kleinen Programm, dass per drag’n'drop installiert wird, eigentlich nicht nötig sein. Deshalb würde ich eher zu GammaSlamma raten.

Ergänzung 2: Eine umfangreiche Beschreibung des PNG-Gammawert-Problems findet sich bei Henri Sivonen.